Katharina
Ich war schon immer ein Mensch, der Fragen stellt. Schon früh fühlte ich mich zu den tieferen Fragen hingezogen, die uns einladen, ehrlicher auf uns selbst und die Welt um uns herum zu blicken. Diese Sichtweise war nicht immer einfach. Hat man eine bestimmte Wahrheit einmal erkannt, kann man sie nicht mehr ausblenden. Mit der Zeit verstand ich den tiefgreifenden Unterschied zwischen intellektuellem Wissen und dessen Verkörperung im Leben, in unseren Beziehungen und in unserer Führung. Diese Kluft zu überbrücken erfordert Geduld, Übung und die Bereitschaft, innezuhalten. Mein Weg führte mich durch Konzernwelten und unternehmerische Erkundungen und schließlich dazu, mein Leben von innen heraus neu auszurichten. Dabei entdeckte ich, dass mir das Schaffen von Räumen, in denen Menschen und Gruppen klarer sehen können, oft über das hinaus, was ihnen allein zugänglich ist, den größten Sinn gibt. Deshalb habe ich die Kontemplationskreise ins Leben gerufen: um Räume zu schaffen, in denen Menschen der Hektik entfliehen, sich wieder mit sich selbst verbinden und sich daran erinnern können, was bereits in ihnen wohnt.
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