Adela Bustamante
Adela ist Zeremonienmeisterin, Animistin, Sahumadora, Ayurveda-Praktikerin und Medizin-Frau. Sie widmet ihr Leben der Bewahrung und Wiederbelebung indigenen Wissens und indigener Traditionen ihrer Quechua-Abstammung aus den ecuadorianischen Anden. Derzeit lebt sie auf dem ehemaligen Land der Tongva und Gabrielenos, dem heutigen Los Angeles. Ihre Initiation in den Roten Pfad der Lakota-Tradition schloss sie im benachbarten Chumash-Gebiet an der kalifornischen Zentralküste bei ihrer Lehrerin Hua Anwa ab, die Cherokee-, Mexica- und Maya-Vorfahren hat. Adela wurde in Quito, Ecuador, geboren und wuchs dort auf. Mit 15 Jahren kam sie erstmals mit der Welt der spirituellen Heilung durch die Lehren der Meisterpflanzen Ayahuasca und San Pedro aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet bzw. den Anden in Berührung. Adela ist eine Mestizin, die ihre gemischte Abstammung von Quechua und spanischen/baskischen Kolonisatoren als eine kraftvolle Spannung gegensätzlicher Kräfte betrachtet, die ihr zu ihrem geschickten Umgang mit den indigenen Traditionen verhilft. Sie verwebt Lehren aus verschiedenen indigenen Kulturen. Adela ist die Tochter des Apus – des heiligen Geistes der Anden. Als Tochter der Kolonialisierung, des Widerstands und der Vorstellungskraft orientiert sie sich in ihren Kernwerten an den zwei wesentlichsten Prinzipien der andinen Kosmovision: Sumaq Kawsay: Die Kunst des guten Lebens. Diese fördert die Idee, dass das kollektive Wohlbefinden der Gemeinschaft durch Harmonie mit der Natur und untereinander, mit Menschen und Nicht-Menschen, erreicht wird. Ayni: Die Kunst der heiligen Gegenseitigkeit. Von den fünf Prinzipien, die die andine Lebensweise definieren, gilt Ayni (Gegenseitigkeit) als der wichtigste Wert, da er das Rückgrat des Lebens bildet. Was sie einzigartig macht: Verwurzelt in der Ahnenreihe und vom Geist geleitet: Ich folge den Stimmen meiner Vorfahren – ecuadorianischer und andiner – und lausche dem Unsichtbaren. Ritual als Lebensweg: Ich schaffe transformative Erfahrungen, die sowohl mystisch als auch praktisch, heilig und zugänglich sind. Verkörperte weibliche Kosmologie: Ich lehre aus der Perspektive des Weiblichen – nicht nur darüber – mit einer Sprache und Präsenz, die eine verlorene Erinnerung wiedererweckt. Im Einklang mit Gerechtigkeit und Erdzentriert: Meine Arbeit ist untrennbar mit Befreiung verbunden. Sie ist eng mit sozialer, spiritueller und ökologischer Gerechtigkeit verwoben. Zweisprachig + Bikulturell: Ich schlage eine Brücke zwischen Süd und Nord, indigenen und modernen Traditionen, mündlicher Überlieferung und strukturiertem Lernen.
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